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Der verwunschene Stier ( Lakota 2007)

Die Stadt der guten Herzen ( Glenn Wehrmann 2008)

 

 
Der verwunschene Stier (ein Märchentheaterspiel)


E
s war einmal an einem regnerischen Tag.
Ein Frosch saß auf einem Weg und hatte fürchterlichen Hunger, als ein Stier wie wild vorbeigerast kam. Der Frosch hatte sich erschreckt. Er rief dem Stier hinterher:
" Spinnst Du, Du hättest mich beinahe plattgetrampelt! Jetzt bleib doch endlich mal stehen!"
„Ja, das würde ich liebend gern“ sagte der Stier, „aber ich bin verflucht worden. Ich bin König Fabian aus Deutschreich. Die böse Hexe Eulenkopf hat mich in einen Stier verwandelt. Aber das ist noch nicht einmal das Schlimmste. Von diesem Tage an bin ich gezwungen stehts zu rennnen, und niemals habe ich Zeit mich auszuruhen.
Bitte hilf mir!“
All dies hatte der Stier sehr schnell sagen müssen. Und seine letzten Worte konnte der Frosch nur mit Mühe verstehen, den der Stier war kurz nachdem er den Frosch gerade noch um Hilfe bitten konnte, hinter dem nächsten Hügel verschwunden.
Der Frosch blieb alleine zurück. Er sprang los um die Geschichte allen zu erzählen denen er begegnete. Vielleicht könnten er jemanden finden, der dem verzauberten König zu helfen wußte.Kaum war er über den Hügel gelaufen da sah er den Stier auf einer Wiese stehen. Überglücklich hüpfte er zu ihm hin. Er freute sich ungemein:
„Juju! Du bist erlöst“ rief er als er auf den Stier zuging.
Der Stier aber drehte sich nur verwundert um:“ Warum erlöst, von welchem Fluch?"
Da merkte der Frosch, dass es sich hierbei um einen echten Stier handelte und nicht um den verzauberten König. Er erzählte also dem Stier die Geschichte. Dieser wollte den Frosch begleiten.
Während der Frosch erzählt , hatten zwei Schwäne, die auf einem See der in der nähe lag schwammen, zugehört. Als sie den Frosch reden hörten wollten sie es kaum glauben. Denn sie waren die guten Feen am Hofe des Königs gewesen. Sie hatten den König stets zur Seite gestanden. Doch dann war die böse Hexe gekommen, hatte alle drei verfluchten wollen. Da die Feen aber eigene Zauberkräfte besaßen, könnten sie den Fluch noch l von sich wenden. Sie wurden nun in Schwäne und nicht in rennende Stiere verwandelt. Doch bevor sie dem König hatten helfen können, war er schon ein Stier und nicht mehr zu sehen. Seit diesen Tagen suchten sie ihn im ganze Land.
Nun aber flogen sie voller Hoffnung zu Frosch und Stier, erzählten ihren Teil der Geschichte: "Wir können euch helfen, zeigt uns wo ihr den König zuletzt gesehen habt!"
Dies alles hatte aber auch noch ein anderer gehört, der Wolf. Er saß hinter einem Busch und hatte sie belauscht. Er war der Helfer der bösen Hexe. Augenblicklich sprang er auf und machte sich auf den Weg zur Hexe Eulenkopf, um ihr alles zu berichten.
Als sie erfuhr, dass die weisen Feen des Königs im Land waren wurde sie rot vor Zorn: „Diese dummen Schwäne ich muss sie ein für alle Mal vernichten“. Sie nahm ihren Kessel, der mit Zauberflüssigkeit gefüllt war. Mit ihrem Zauberstarb rührte sie hin und her, bis die Wasseroberfläche sich schließlich in einen Spiegel verwandelte. Nun sah sie den Aufenthaltsort der Schwäne und ihrer Freunde. Mit ihrem Gehilfen dem Wolf machte sie sich auf den Weg.
Die vier Freunde aber liefen weiter den König zu finden. Da kam er auf einmal vorbei gesaußt. "Wie sollen wir ihn nur aufhalten, wer weiß einen Rat?" Da kam dem kleinen Frosch eine Idee. "Stier du bist der stärkste von uns, stell dich vor den König und halte ihn auf!" Der Stier sammelte all seine Kraft und stelle sich dem König in den Weg. Mit einem lauten Knall stießen sie zusammen. Da standen sie nun Kopf an Kopf. Der Stier hatte Mühe den König zu halten. Schnell hüpfte der Frosch herbei und half mit all seiner Kraft den Königsstier aufzuhalten. Er stemmte sich hinter den Stier. Da bemerkten sie die böse Hexe. Schon ganz nah war sie. Nun erhoben sich die beiden Schäne, flogen los sie aufzuhalten. Sie gewahrten die Hexe trug ihre Zauberkugeln nicht bei sich. Schnell wie der Wind flogen sie zum Haus der Hexe. Die Tür stand noch offen. Schnell holten sie die Zauberkugeln, kehrten augenblicklich um. Im letzten Augenblick erreichten sie den König und berührten ihn mit den Zauberkugeln. Da war der Fluch gebannt. Alle nahmen wieder ihre eigene Gestalt an.
Blind vor Wut rannte die Hexe nun auf die Freunde zu. Wollte einen Verwandlungszauber sprechen. Der Stier sah es, drehte sich zu ihr und mit voller Wucht schleuderte er sie in das Moor. Da musste sie jämmerlich zugrunde gehen. Der Wolf ihr Gehilfe lief in die Berge und ward nie wieder gesehen.
Der König ließ am Tage seiner Rückkehr ein großes Fest in sein Schloss anberufen. Alle feierten, tanzten und lachten. Besonders der kleine Frosch freute sich über das Festmahl. Seit dieser Zeit lebten sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

(Lakotacamp 2007 Fabian Eidenmüller, Anna-Lena Beisel, Jona Gander, Finn Jülicher, Nico von Dyck, Sophia Hartmann und Luise Rufer )

 

Die Stadt der guten Herzen (Glenn Wehrmann, 5. Klasse)

Es war einmal ein Dorf, das von einem Riesen namens Grim beherrscht wurde. Jeden Monat musste ein Mensch geopfert werden. Bekam Grim der Riese niemand, so tötete er alle Menschen des Dorfes, die darin wohnten. So war die Rede überall und die Menschen fürchteten sich sehr. Aber niemand hatte ihn bis jetzt gesehen. Der Bürgermeister holte von überall her tapfere Krieger, die den Riesen besiegen sollten. Doch sie kamen nie wieder zurück.
Eines Tages musste die Tochter des Bürgermeisters dem Riesen als Opfergabe gebracht werden. Davon hörte auch ein mutiger Prinz und beschloss ihr zu helfen.
Auf dem Weg zum Dorf traf der Prinz ein Männlein. Der hatte den festen Entschluss den Riesen zu besiegen. Dass erfreute den Prinz, denn auch er hatte diesen Gedanken. Das Männlein hatte einen Plan, er gab dem Prinz seine drei wertvollsten Sachen: Ein Seil das nie reißen kann, ein Pfeil der nie sein Ziel verfehlt und eine Harfe die wunderschön Musik spielen kann.
Das Männlein gab dem Prinz noch einen Rat: "Bevor Du gegen den Riesen kämpfen kannst, musst Du erst drei Ungeheuer besiegen. Jeder von ihnen trägt einen sternenförmigen Stein mit sich. Hole sie Dir! Besiege den Adler, der so schnell wie der Wind fliegen kann. Besiege das Wildschwein das unglaublich kräftig ist. Bezwinge den Riesen in der Höhle, der eine Axt aus Diamant mit sich trägt und der große Bruder vom Riese Grim ist. Dann wird alles gut werden!"
Das erste Ziel des Prinzen war der Adler, der so schnell wie der Wind fliegen konnte. Der Adler lebte auf einem hohen Berg, der von unglaublich viel Nebel umhüllt war. Als der Prinz angekommen war, merkte der Adler sofort, dass jemand in seinem Revier war. Der Adler kreiste über dem Prinz und schoss wie der Blitz hinunter. Der Prinz wich geradeso dem Adler aus. Er holte den Bogen, der nie sein Ziel verfehlte und schoss dem Adler einen Pfeil direkt ins Herz. Der Adler löste sich in Rauch auf und der Prinz hatte den ersten sternenförmigen Stein.
Das nächste Ziel des Prinzen war der Wunderwald, wo sich das unglaublich starke Wildschwein aufhielt. Der Prinz ging in den Wald hinein und sah nach einiger Zeit eine Gestalt mit roten Augen, silbernen Stoßzähnen und rabenschwarzem Fell. Es war das Wildschwein das der Prinz gesucht hatte. Er zog sogleich sein Schwert und ging auf das blutrünstige Wildschwein zu. Das hatte seine Stoßzähne bereits in Position gebracht. Der Prinz versuchte das Wildschwein zu treffen, doch dies wich all seinen Angriffen aus. Dann schlug das Wildschwein das Schwert des Prinzen mit seinen Stoßzähnen aus seiner Hand. Es fiel auf den Boden. Der Prinz holte blitzschnell, sein Seil, das nie reißen kann und band es schnell zwischen zwei Bäumen. Das Wildschwein folgte ihm und fiel auf die Nase. Es begann zu bluten. Schnell löste der Prinz das Seil und band damit die Beine des Wildschweins zusammen. Das Wildschwein schnaufte böse. Der Prinz holte sein Schwert und gab dem Wildschwein die Wahl: „Entweder stirbst du oder überreiche mir den zweiten sternenförmigen Stein!“ Das Wildschwein schüttelte sein rabenschwarzes Fell und der zweite sternenförmige Stein fiel heraus.
Der Prinz nahm diesen und ging schnell zum Gebirgsbach. Dort befand sich der große Bruder vom Riesen Grim. Da entdeckte der Prinz auf einmal eine Höhle und eine Wand daneben. Hier konnte man die sternenförmigen Steine einsetzen. Der Prinz wartete nicht erst ab, sondern setzte seine eroberten Steine sogleich ein.
Dann wartete er gespannt auf das, was kommen mochte. Er war auf das aller schlimmste vorbereitet. Doch es passierte nichts. Er ließ sein Schwert sinken. Da sprang auf einmal ein Riese aus seinem Versteck. Schlug dem Prinz seine Pfeile, seinen Bogen und sein Schwert mit der Riesenaxt entzwei. Jetzt hatte der Prinz nur noch seine Harfe. Schnell holte er sie heraus. Dabei gab sie einen Ton von sich.
Der Riese lächelte und sprach: “Du hast die Wahl, entweder sterben oder mir etwas vorspielen!“ Der Prinz zögerte nicht lange und begann eine wunderschöne Melodie zu spielen. Während er so spielte bekam er eine Idee. Ohne das der Riese es bemerkte fing er ein Schlaflied anzustimmen. Er spielte und spielte, sanft und leise. Nach kurzer Zeit war der Riese eingeschlafen und schnarchte laut.
Der Prinz klaute ihm den dritten sternenförmigen Stein und rannte schnell aus der Höhle hinaus. Er brachte den letzten Stein an der Wand an. Im gleichen Augenblick verschwand die Wand im Boden. Da stieg der Prinz in die Tiefe und fand dort überall Geld, Perlen, Diamanten und wertvolle Stoffe aus Seide.
Als er sich genau umschaute, sah er einen Käfig, wo ganz viele Leute gefangen waren. Eifrig ging er auf die Leute zu und fragte leise: “Wo ist denn der gefürchtete Riese Grim?“ Einer flüsterte ihm zu: “ Der Riese ist doch noch ein Baby und sein Bruder ist sein Erzieher. Wir wurden vom Adler und vom Wildschwein hier gefangen genommen! Der Bruder tötete uns nicht, da wir auf das Baby aufpassen. Er raubte das Dorf aus, um all die Wertgegenstände für das Baby zu bekommen.“ Wie sich der Prinz weiter umschaute entdeckte er die Bürgermeistertochter und umarmte sie herzlich. Dann nahm er sie mit und befreite alle vermissten Leute. Jeder nahm sich noch Gold und Diamanten mit. Den Rest überließen sie dem Riesenbaby. An einem Tag ist das Wildschwein zu ihm gezogen und so war es nicht mehr allein.
Die Stadt erhielt einen neuen Namen „Die Stadt der guten Herzen“. Der Prinz machte das Mädchen zu seiner Gemahlin und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.



 
 



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